Fischlexikon Döbel
Fischlexikon: Döbel
Döbel

lateinisch: Leucicus cephalus

Trivialnamen

 

Systematik

 

Beschreibung

Körper gestreckt und füllig und hat einen fast runden Querschnitt (spindelförmig). Auffallend dicker Kopf, der in einen massigen Rumpf übergeht. Großes und endständiges Maul, Schlundknochen mit kräftigen Zähnen, brauner Rücken- und grünlich-silberne Flanken, grau-gelber Bauch. Brust, Bauch- und Afterflossen blaßrot bis orangegelb. Rücken- und Schwanzflosse dunkelgrün. Abgerundete Brustflossen. Große und harte Schuppen. Im Bereich der Schwanzflosse schwarz gefärbt.

Flossenformel

 

Lebensraum

Ist in weiten Teilen von Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Er fehlt in Dänemark, Nordschottland, Südwestengland, Irland, Nordschweden und Nordnorwegen. In Deutschland ist er vor allen in den Gewässern in Süd- und Westdeutschland anzutreffen. Der Döbel, als eine euryöke (anpassungsfähige) Art, lebt bevorzugt in Fließgewässern und zwar von der unteren Forellenregion bis zur Brassenregion. Gelegentlich kommt er auch in Seen vor und besiedelt im Ostseeraum auch den Brackwasserbereich. Er kommt auch in Gewässern mit minderer Wasserqualität vor.

Nahrung

In seiner Jugend ist er ein geselliger Oberflächenfisch, der sich vorwiegend von Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, Weichtieren und von Pflanzenkost ernährt. Größere Döbel werden zu Einzelgängern, die sich räuberisch ernähren (Fischlaich, kleine Fische, Frösche und Krebse).

Alter / Grösse

Döbel können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Durchschnittsgröße liegt bei 25 cm (200g) bis 40 cm (750 g), Längen bis 70 cm oder ein Gewicht von über 5 kg sind möglich.

Laichzeit

April bis Juni. Die Rogner legen den Laich über flachem Kiesgrund im fließenden Wasser ab. Jedes Weibchen legt 20.000 bis 100.000 Eier an Wasserpflanzen oder Steinen ab. Nach 8 bis 10 Tagen schlüpft die Brut. Die jungen Döbel leben in Schwärmen und ernähren sich von Pankton.

Sonstiges

Der Döbel ist der wichtigste Wirtsfisch für die Verbreitung der Larven (Glochidien) der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel (Unio crassus). Sieht dem Hasel sehr ähnlich, wird aber größer. Beim Döbel sind die Rücken- und Afterflossen nach außen gerundet (konvex), während sie beim Hasel nach innen gerundet sind (konkav).