Fischlexikon Laube
Fischlexikon: Laube
Laube

lateinisch: Alburnus alburnus

Trivialnamen

 

Systematik

 

Beschreibung

Die Laube hat einen langen, schlanken Körper, mit blaugrünem Rücken, silbernen Flanken und weißem Bauch. Auffällig große Augen, oberständiges Maul und Maulspalte steil nach oben. Afterflossenbeginn unter der Rückenflosse, Schwanzflosse stark gegabelt, alle Flossen durchsichtig, zir Laichzeit orangefarben, leicht lösbare Schuppen.

Flossenformel

 

Lebensraum

Die Laube ist nördlich der Alpen und er Pyrenäen in fast ganz Europa mit Ausnahme von Irland, Schottland und Nordskandinavien verbreitet. Lebt als Schwarmfisch in sethenden und langsam fließenden, größeren Gewässern (Barben- und Brassenregion). Hier hält er sich bevorzugt an der  Oberfläche, sowohl in der Freiwasser- als auch der Uferzone auf. Ist aber auch in der Brackwasserzone zu finden. Trübe Gewässer, stärkere Strömungen und Bereiche mit dichtem Pflanzenbewuchs werden gemieden. Im Winter ziehen sich die Lauben in die Tiefe oder an gut geschützte Stellen zurück.

Nahrung

Die Laube ernährt sich von Plankton (Wasserflöhe, Mückenlarven) und Anflugnahrung (Luftinsekten).

Alter / Grösse

Die Laube wird ca. 6 bis 8 Jahre alt. Die durchschnittliche Größe liegt bei 10 bis 15 cm, selten 25 cm, das durchschnittliche Gewicht liegt bei 20 g, das Höchstgewicht bei etwa 140 g.

Laichzeit

Die Fortpflanzung findet im Frühling und Frühsommer im seichten Wasser statt. Die Laichzeit fällt in die Zeit von April bis Juni. Unter heftigen Paarungsspielen werden nachts 1500 bis 8000 klebrige, gelbliche Eier (Durchmesser 1,5 mm) an flachen, kiesigen Stellen auf Steinen und Pflanzen abgelegt. Bei den etwas kleineren Männchen ist zur Laichzeit eine Orangefärbung der Brust- und Bauchflossen zu beobachten. Nach ca. 1 Woche schlüpfen die Jungfische und ernähren sich anfangs von Kleinstlebewesen. Sie wachsen langsam und erreichen meist erst mit 4 Jahren ihre Maximalgröße.

Sonstiges

Dank ihrer Lebensweise erweist sich die Lasube als wenig empfindlich gegenüber Wasserqualität und kann sich recht gut Veränderungen in ihrem Lebensraum anpassen. Obwohl die Bestandsentwicklung in rund der Hälfte der Vorkommen als stabil eingestuft wird, stellt man in einigen Seen starke periodische Schwankungen der Poulation fest. Das natürliche Verbreitungsgebiet wird durch häufige Verwendung als Köder- und Futterfisch stark erweitert. Die Schuppen der Laube enthalten Guanin, eine permuttähnliche chemische Verbindung in tierischen Gewebe. Im 19. Jahrhundert wurden aus den Schuppen künstliche Perlen hergestellt. Ist verwandt mit der Mairenke oder Seelaube Chalcalburnus chalcoides mento und der in Mittelitalien vorkommenden Alborelle Alburnus albidus.