Fischlexikon Mamorkarpfen
Fischlexikon: Marmorkarpfen
Marmorkarpfen

lateinisch: Aristichthys nobilis

Trivialnamen

 

Systematik

 

Beschreibung

Hochrückiger und mit größerem Kopf als der Silberkarpfen. Bauchkiel nur von Bauch- bis Afterflosse. Dunkel marmorierter Körper. Die Brustflossen reichen im Unterschied zum Silberkarpfen bis hinter die Basis der Bauchflossen.

Flossenformel

 

Lebensraum

Der Marmorkarpfen bevorzugt ruhige, tiefe und warme Flüsse. Er ist auch in wärmeren Seen und Teichen zu finden. In Fließgewässern werden kraftsparende Standplätze (Altarme, Buhnenfelder) bevorzugt.

Nahrung

Der Marmorkarpfen ernährt sich vorwiegend von Wasserpflanzen, wobei Jungpflanzen bevorzugt werden.

Alter / Grösse

Die Durchschnittsgröße liegt bei 70 bis 90 cm, unter guten Lebensbedingungen kann der Marmorkarpfen aber auch bis zu 120 cm lang und an die 45 kg schwer werden.

Laichzeit

Die Eier werden im stark strömenden Wasser überwiegend über kiesigem Grund abgegeben. Marmorkarpfen benötigen zum Laichen eine Wassertemperatur über 20° C. Schon nach ca. 40 Stunden schlüpfen die Jungfische, die sich zuerst von Kleintieren ernähren, später gehen sie zu Pflanzenkost über. Soweit bekannt ist, pflanzen sich Marmorkarpfen in Mitteleuropa nicht natürlich fort.

Sonstiges

Der Marmorkarpfen gehört zu den Neophyten, also zu den eingeschleppten und eingewanderten Tierarten. Mit dem Karpfen (Cyprinius) ist er trotz seines Aussehens nicht verwandt. Er gehört vielmehr in die Reihe der Weißfische (Leuciscus). Vom Marmorkarpfen verspricht man sich ein abweiden unerwünschter Unterwasserpflanzen, was er auch tut. Nur verschlechtert sich in kleineren Teichen und Weiher durch die (gewaltigen) Ausscheidungen schnell die Wasserqualität. Der Marmorkarpfen gehört zu den sogenannten §Grasfische", zu denen auch der Silberkarpfen und der Graskarpfen gehört. Der Marmorkarpfen fühlt sich so richtig erst ab 20°, noch besser 25° C, wohl. Unter 13° C stellt er die Nahrungsaufnahme faktisch ein.