Fischlexikon Regenbogenforelle
Fischlexikon: Regenbogenforelle
Regenbogenforelle

lateinisch: Oncorhynchus mykiss, englisch: Rainbow Trout, französisch: Truite arc en ciel

Trivialnamen

Regenbogner, Teichlachs, Stahlkopf-Forelle.

Systematik

Unterklasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Überordnung: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Pazifische Lachse (Oncorhynchus)
Art: Regenbogenforelle

Beschreibung

Die Regenbogenforelle ist durch Kreuzung mehrere nordamerikanischer Forellenarten entstanden. Sie hat einen langgestreckten, seitlich etwas zusammmengedrückten Körper und ist leicht hochrückig. Der Körper der Regenbogenforelle ist langgestreckt, seitlich etwas zusammengedrückt und leicht hochrückig. Der Kopf ist stumpfschnauzig mit einem endständigen Maul. Die Maulspalte reicht bis hinter das Auge. Die Regenbogenforelle hat kleine Schuppen und eine Fettflosse hinter der Rückenflosse. Entlang der Seitenlinie zählt man 135 bis 150 Schuppen, zwischen Fettflosse und Seitenlinie, einschließlich der Seitenlinienschuppen 14 bis 19 (meist 16) Schuppen. Die Färbung ist variabel, typisch sind die rosa- bis rotfarbenen Seiten, deren Schuppen regenbogenartig irisieren. Kopf, Rücken, Seiten, sowie Rücken-, Fett- und Schwanzflossen sind dicht mit schwarzen Punkten bedeckt. Der Bauch ist hell, silbrig glänzend. Die Oberseite dunkel- oder braungrün.

Flossenformel

Rückenflosse: 14
Schwanzflosse: 19
Brustflosse: 13
Bauchflosse 9
Afterflosse: 13

Lebensraum

Ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas stammend, wurde die Regenbogenforelle um 1880 in Deutschland eingeführt. Sie ist durch den künstlichen Besatz in der Äschen- und Forellenregion über ganz Deutschland verbreitet und bildet mittlerweile regionale Bestände, die sich auf natürliche Weise vermehren. Die Regenbogenforelle ist im Vergleich zu unseren einheimischen Vertretern der Salmoniden (Lachsartigen) ein relativ anspruchloser Fisch. Sie kann wärmere und sauerstoffärmere Gewässer besiedeln und ist daher auch als Besatzfisch für Teichanlagen geeignet. Im Vergleich zur Bachforelle ist die Regenbogenforelle weniger sensibel. Sie kann einen geringeren Sauerstoffgehalt tolerieren, ist unempfindlicher gegenüber erhöhten Wassertemeraturen, braucht weniger Versteckmöglichkeiten und ist schnellwüchsiger.

Nahrung

Die Nahrung freilebender Tiere besteht aus Wasser- und Luftinsekten sowie aus kleineren Fischen als auch Schnecken, Würmer etc.

Alter / Grösse

Die Regenbogenforelle wird im Durchschnitt 25 bis 50 cm groß bei 1 kg. Bis 70 cm sind aber auch möglich und bis zu 7 kg schwer. Sie wird ca. 5 bis 10 Jahre alt.

Laichzeit

Die Laichzeit geht von Dezember bis Mai. Das Weibchen gräbt mit der Schwanzflosse unter Unterstützung des Männchens eine Laichgrube in das Kiesbett der Bäche, in die es dann die Eier ablegt. Die Anzahl der Eier beträgt etwa 1600 bis 2000 por kg Körpergewicht. Die einzelnen Eier haben einen Durchmesser von 3,5 bis 6 mm. Die Brutzeit, bis zum Schlüpfen der Jungfische, dauert etwa 100 bis 150 Tage. Die Larven bleiben noch so lange im Kies versteckt, wie der Dottersack als Nahrung reicht. Erst dann verlassen sie dieses und nehmen anfangs tierisches Plankton zu sich. Sie sind schnellwachsend. In Europa laicht die Regenbogenforelle aber nur sehr selten. Das Laichverhalten ist ähnlich dem der Bachforelle. Im Alter von 2 bis 3 Jahren werden die Regenbogenforellen geschlechtsreif.

Sonstiges

Die Regenbogenforelle ist eine Kreuzung der Stammform Salmo gairdneri gairdneri, die als Wanderfisch zum Laichen flußaufwärts steigt, und der reinen Süßwasserform Salmo gairdneri shasta. Regenbogenforellen sind schnelle Schwimmer (bis zu 35 km/h), die auch ein gutes Sprungvermögen besitzen (bis zu 80 cm über die Wasseroberfläche). Im Westen der USA leben zwei weitere Regenbogenforellen: Die Cutthroad-Forelle (zoologisch: Salmo clarki) und die gelb-gold gefärbte Goldforelle (lateinisch: Salmo aguabonita, englisch: Golden trout).