![]() Rotfeder
lateinisch: Scardinius erythrophthalmus Trivialnamen
Systematik
Beschreibung
Plumper Körper. Größere Fische mit goldig, bronzender Färbung. Das Maul ist leicht oberständig und die Maulspalte ist aufwärts gerichtet. Augen mit messing-gelber Iris. Die Floosenfarbe ist blutrot. Die Rückenflosse beginnt deutlich hinter dem Ansatz der Brustflossen. Flossenformel
Lebensraum
Die Rotfeder kommt in Europa vom Ural bis zu den Pyrenäen vor. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt in Finnland, die südliche am Tiber und in Mazedonien. Die Rotfeder ist ein Schwarmfisch, der sich bevorzugt in stehenden (Seen, Teiche, Weiher) und langsam fließenden Gewässern (Brassenregion bis Brackwasser) bis ca. 900 m Seehöhe aufhält. Hier besiedelt sie vorwiegend flache, weichgründige und pflanzenreiche Bereiche (Seerosen, Schilf, Tausenblatt, etc.). Bevorzugte Wassertiefe ist das Mittelwasser und bis knapp unter der Oberfläche, im Winter ziehen sie in tieferes Wasser. Nahrung
Die Rotfedern ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen (Laichkräuter, Tausenblatt, Wasserpest u.a.) und in geringerem Maße von Wirbellosen der Uferzone, hin und wieder auch Anflugnahrung. Alter / Grösse
Im Normalfall wird die Rotfeder 10 bis 12 Jahre alt. Die Durchschnittsgröße liegt bei 20 bis 30 cm, die maximale Länge bei ca. 50 cm, dann bis maximal 3 kg schwer werdend. Größere bzw. schwerere Exemplare sind selten. Laichzeit
Zur Laichzeit (Mai bis Juli) suchen die Tiere schwarmweise flache, dicht bewachsene Uferstellen auf. Hier werden die klebrigen, ca. 1,5 mm großen, durchsichtigen Eier (100.000 bis 200.000 / Weibchen) an Wasserpflanzen abgelegt. Da die Rotfeder oft mit anderen Cypriniden zusammen ablaichen, kommt es gelegentlich zur Bastadierung mit anderen Arten. Die Brut schlüpft nach 6 bis 8 Tagen und bilden im ersten Lebensabschnitt riesige Schwärme im unmittelbaren Uferbereich. Sie wachsen recht langsam und werden nach 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Sonstiges
Die Rotfeder kann anhand der Iris des Auges und der Körperfarbe vom Rotauge unterschieden werden. Die Iris der Rotfeder ist gelb und nicht rot, wie die des Rotauges. Gutes Unterscheidungsmerkmal ist auch die Rückenflosse, diese beginnt bei der Rotfeder deutlich hinter dem Ansatz der Brustflossen. Beim Rorauge beginnt die Rückenflosse fast über dem Ansatz der Bauchflosse. Die Rotfeder erträgt erhöhte Temperaturen, Gewässerüberdüngungen und geringen Sauerstoffgehalt relativ gut, reagiert dagegen empfindlich auf organische Verschmutzung. |
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