![]() Zährte
lateinisch: Vimba vimba L., englisch: Vimba bream, französisch: Zanthe Trivialnamen
Rußnase, Blaunase. Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes) Beschreibung
Die Zährte hat einen gestreckten, seitlich zusammengedrückten Körper. Er ist 4 mal so lang wie hoch.Die Zährte besitz 53-61 Schuppen entlang der Seitenlinie. Der Rücken ist dunkelgrau bis bläulich. Die Flanken sind heller und haben eine silberne Farbe. Der Bauch ist weiß. Während der Laichzeit ist bei den Männchen der Kopf und die Körperoberseite bis zur Mittellinie schwarz, die Bauchseite ist einschließlich der Lippe und Kehle orangefarben bis rot. Die Paarflossen und die Afterflosse sind rot, die Rücken- und die Schwanzflosse sind schwarz bis blauschwarz. Zährten werden daher auch Rußnase oder Blaunase genannt. Flossenformel
D 11, A 20-25 Lebensraum
Die Zährte kommt in verschiedenen Flußsystemen Mittel- und Osteuropas vor. Dort besiedelt sie in der Regel die Unterläufe, sowie die Mündungsgebiete, dringt aber auch relativ weit ins Salzwasser von Nord- und Ostsee, sowie des Schwarzen Meeres vor. Sie bildet verschiedene lokale Rassen und Unterarten aus. Die Zährte lebt gesellig, teilweise als Standform, teilweise als Wanderform, am Grund von langsam fließenden Gewässern (brassen- und Kaulbarsch-Flunderregion). Hier hält sie sich bevorzugt in Ufernähe auf. Nahrung
Die Zährte ernährt sich vorwiegend von kleinen Bodentieren (Würmer, Insekten, Schnecken, Muscheln). Alter / Grösse
Die Zährte wird durchschnittlich 20 bis 35 cm groß, maximal bis 50 cm und bis zu 1 kg schwer. Laichzeit
Zur Laichzeit (Mai bis Juli) wandern die Fische in Schwärmen flußaufwärts, um an flachen, kiesigen oder pflanzenreichen Uferbereichen abzulaichen. Die Eiablage erfolgt meist nachts und in Portionen, wobei insgesamt 80.000 bis 300.000 Eier / Weibchen, von 1,4 mm Durchmesser, abgelegt werden. Danch wandern die Fische in ihre angestammten Gebiete zurück. Sonstiges
Die Zährte war ursprünglich nur in der Ems und in der Weser verbreitet. Im Rhein fehlte die Art. 1991 waren 7 Fundorte der Zährte in Nordrhein-Westfalen bekannt. Insbesondere in der Weser existieren gute Bestände der Zährte. In Rhein und Ems wurden nur kleinere Bestände festgestellt. Heute kommt die Zährte im Gebiet der Weser regelmäßig vor. Neuerdings wurde sie im Rhein und in der Sieg nachgewiesen. Es ist anzunehmen, dass sie sich durch die Verbindung von Gewässersystemen in diese Lebensräume ausgebreitet hat, da sie dort vorher noch nicht nachgewiesen wurde. In einigen südbayerischen und oberösterreichischen Seen kommt eine Unterart, der Seerüssling Vimba elongata, vor. Er kann schnell mit der Nase verwechselt werden, es fehlt ihm jedoch die scharfe Lippenkante. Im Unterschied zur Zährte hat der Seerüssling eine kurze Schnauze und größere, am Rand bläulich schimmernde, Augen. Auch hat er eine schlankere Körperform und gelblich/orange gefärbte Brust- und Bauchflossen. Sie bildet verschiedene lokale Rassen und Unterarten aus. In einigen Gewässern kommt die Zährte mit der Nase vor, die ein ähnlich ausgeprägtes oberständiges Maul hat. Bei der Zährte ist der Oberkiefer aber deutlich dunkel gefärbt (Rußnase) und sie hat keine roten Flossen wie die Nase. |
|
|






