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Zander
lateinisch: Lucioperca lucioperca Trivialnamen
Systematik
Beschreibung
Der Rücken ist grau-grünlich, hellere Flanken mit dubklen Querstreifen, gelblicher Bauch. Zwei voneinander getrennte Rückenflossen, die vordere mit Stachelstrahlen. Spitze Schnauze mit endständigem Maul, viele kleine Zähne und zwei Paar größere, die sogenannten Hundszähne. Flossenformel
Lebensraum
Die ursprüngliche Heimat des Zanders ist der Osten und Norden Europas. Besonders in Russland spielt der Zander für die Fischversorgung eine grosse Rolle. Durch Zuchtversuche und den Einsatz von Jungfischen in andere Gewässer, ist der Zander mittlerweile in ganz Mitteleuropa verbreitet. Man findet ihn auch in salzarmen Teilen der Ostsee, im sogenannten Haff. Außerdem ist der Zander vom Aralsee über das Schwarze Meer, bis in die oberen Teile der Donau, sowie im ungarischen Balatonsee zu finden. In Nordeuropa ist er auch in einigen Regionen Finnlands und Schwedens heimisch. Zum Teil wird der Zander auch in Teichanlagen gezüchtet. In Nordamerika gibt es den Walleye stizostedion vitreum, ein naher Verwandter des Zander. Der Zander bevorzugt große Flüsse und Seen mit hatem, sandigen Grund und planktontrübem Wasser. Er ist ein Fisch der Freiwasserzone, der sich nur selten in ufernahen Flachwasserbereichen oder in pflanzenreichen Regionen aufhält. Der Zander ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch, der sich tagsüber in größeren Wassertiefen versteckt. Nahrung
Der Zander ist ein ausgesprochener Raubfisch, der sich überwiegend von Ukelei, kleinen Rotaugen und Barschen ernährt, der aber auch Angehörige der eigenen Art nicht verschmäht. In der Jugend frißt er tierisches Plankton und Fischbrut. Alter / Grösse
Der Zander kann bis zu 15 Jahre alt werden. Die Durchschnittgrößen liegen bei 40 bis 70 cm. Unter idealen Lebensbedingungen kann er bis 130 cm und über 15 kg schwer werden. Laichzeit
Die laichzeit fällt in die Zeit von April bis Juni, bei Wassertemperaturen von 12 bis 15°C. In 0,5 bis 3 m Wassertiefe mit hartem Untergrund und Wurzelwerk, wird eine Art "Nest" angelegt (säubern des Laichplatzes), das gegenüber Artgenossen verteidigt wird. Hier werden die ca. 1,5 mm großen, klebrigen Eier (150.000 bis 200.000 pro kg Körpergewicht) abgelegt. Das Gelege wird bis zum Schlupf der Jungen vom Männchen bewacht. Sonstiges
Der Zander ist in Europa der größte Süsswasserfisch unter den Barschen. Sein Körper ist für eine rasche Fortbewegung in verschiedenen Wasserschichten ideal gebaut. Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich im Gegensatz zum Hecht, weiter weg vom Ufer auf. Er gehört zu den wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süsswasserfischen. Zander können nachts hervorragend sehen, dank einer reflektierenden Pigmentschicht im Auge (Glasauge) findet er die Beute auch bei sehr schwachem Licht. In einigen Gegenden wird der zander auch "Hechtbarsch" genannt, obwohl beide in dieser Bezeichnung genannten Arten nichts mit dem Zander zu tun haben. Kreuzungen gibt es nicht. Im Ausland wird er teilweise auch so genannt, so in Englang (Pike-Perch) oder Holland (Snoekbaars), beides heißt übersetzt eben "Hechtbarsch". |
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