|
Zwergwels
lateinisch: Ictalurus nebulosus Trivialnamen
Systematik
Beschreibung
Der Zwergwels hat einen gestreckten, schuppenlosen und seitlich zusammengedrückten Körper. Am breiten, abgeplatteten Kopf befinden sich 8 Bartbarteln, wovon 2 lange auf dem Oberkiefersitzen, 4 kürzere auf der Kopfunterseite und je 1 an den hinteren Nasenlöchern. Die Seitenlinie ist vollständig ausgeprägt. Die Rückenflosse hat 7 Strahlen, wovon der erste verknöchert ist. Die Afterflosse hat 21 bis 24 Strahlen. Der vordere Brustflossenstrahl ist am Hinterrand kräftig gesägt. Zwischen der Rücken- und der Schwanzflosse befindet sich eine strahlenlose Fettflosse. Der Rücken ist dunkelolivbraun gefärbt, die Bauchseite weiß bis gelb. Die Afterflosse ist mit einer hellen Flossenhaut überzogen. Flossenformel
D 7 , A 3 / 21-24 Lebensraum
Zwergwelse sind nachtaktiv und leben am Grund ruhiger Gewässer, verstecken sich auch direkt im Schlamm. Sie sind zählebig und stellen nur geringe Ansprüche an die Wasserqualität. Am besten gedeihen sie in warmen (höher als 18° C), stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika östlich der Rocky Mountains von Kanada bis zum Golf von Mexiko. Wurde 1885 aus Nordamerika in Europa eingebürgert. Nahrung
Als Nahrung dienen den Jungtieren kleine Bodentiere, wie kleine Schnecken, Muscheln und Insektenlarven, erwachsenen Tiere ernähren sich auch von Krebsen, Kleinfischen und Fröschen. Alter / Grösse
Die Durchschnittsgröße liegt bei ca. 30 cm. Längen bis 40 cm oder Gewichte bis zu 2 kg sind möglich. Laichzeit
Liegt je nach Gewässer zwischen März und Mai bei einer Wassertemperatur um 18° bis 20° C. Die Eier (4000 bis 5000) werden an einer geschützten Uferstelle in Nestmulden abgegeben und bewacht. Nach rund 8 Tagen schlüpfen die Larven, die vom Milchner bewacht werden. Sonstiges
Da der Zwergwels verhältnismäßig anspruchslos ist, besteht die Gefahr, dass er sich in wärmeren Gewässern stark vermehren kann und einheimische Arten verdrängt. Aus diesem Grund ist der Besatz mittlerweile größtenteils verboten. In Nordamerika sehr häufig und wegen seines vorzüglichen Fleisches ein beliebter Angelfisch (Catfisch). Bei uns anglerisch jedoch bedeutungslos und nur zufälliger Beifang auf Grundangel-Montagen mit tierischen Ködern. |
|
|





